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EDITORIAL

„Das wollte ich nicht …!“
Ja, was soll man da sagen. Er oder Sie (der Täter, die Täterin) „wollten das nicht“. Aber wie schon die Bezeichnung „Täter“ aussagt, vor Gericht bestraft wird gemeinhin nicht der Wille, sondern die Tat unter Berücksichtigung weiterer Tatumstände. Das Motto des diesjährigen GIESSENER KRIMIFESTIVALS bezieht sich auf die Situation, dass ein Verbrechen geschehen ist und der Täter / die Täterin überführt und geständig ist. Dass dann aber im wahren Leben ein Gericht Milde walten lässt, weil der Täter oder die Täterin das ja gar nicht wollte, es sich bei der mörderischen Tat quasi um einen Unfall oder besser Umfall handelt, das scheint nicht nur mir eine Schutzbehauptung zu sein, die allenfalls als Affekttat im Strafmaß Berücksichtigung finden kann. Im Umkehrschluss hätte das Motto auch „So geht´s nicht …!“ lauten können. Kriminalromane sind voll davon, dass etwas geht und wie etwas geht. Allerdings nur literarisch und damit weitgehend straffrei.
Apropos Kriminalromane! Die gibt es bei der 16. Auflage des GIESSENER KRIMIFESTIVALS zuhauf und in einer Mischung aus Thriller, Who-done-it und Spaßkrimis. Krimifreunde haben auch in diesem Jahr eine riesige Auswahl. Was es in diesem Jahr erstmals nicht gibt, ist der Krimischreibwettbewerb. Auch am Erscheinungsbild der Homepage wurde gearbeitet und Publikumswünsche umgesetzt. Den KRIMIFESTIVAL-NEWSLETTER gibt es ebenfalls nicht mehr. Aktuelle Informationen (Restkartenbestände, Hinweise zu Veranstaltungen etc.) erfahren Sie über die lokalen Print-Medien oder auf der Homepage –Startseite über „Aktuell“.
Seit Jahren erfreut sich das KRIMIFESTIVAL großer Beliebtheit und keiner wird von mir hören „Ich wollte das nicht …!“. Im Gegenteil – ich freue mich Sie bei den Veranstaltungen zu treffen und wünsche allen Krimifreunden einen mörderischen Spaß oder zumindest allerbeste Unterhaltung bei den Veranstaltungen.
Ihr Uwe Lischper